Seit gut einem Jahr, zeichne ich einen Teil meiner mit dem Rad zurückgelegten Kilometer mit der Radbonus-App auf. Warum ich das tue, möchte im folgenden Beitrag kurz beleuchten.

Was ist Radbonus eigentlich?

Wie der Name schon sagt, ist Radbonus ein Bonussystem für Radfahrer. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Nach dem Download und der Installation der App, kann man sofort loslegen. Das Tracking erfolgt über GPS, d.h. der Nutzer muss der Übermittlung des GPS-Standortes zustimmen. Die während einer Radfahrt gesammelten Kilometer werden am Schluss derselben addiert und erst dann anonym an den Radbonus-Server übertragen. Das wird durch eine Identifikationsnummer gewährleistet, die während der Installation generiert und gespeichert wird. Nach Beendigung der Aufzeichnung werden der Start-, sowie der Endzeitpunkt, die addierten Kilometer und der Zeitpunkt der Übertragung gemeinsam mit der ID an der Server übertragen. Im Rahmen der Abfrage werden so keine persönlichen Daten übermittelt, auch keine GPS-Koordinaten. Ist der Upload erfolgt, werden die in der App gespeicherten Koordinaten gelöscht. Liegt die Messgenauigkeit unter 100 m oder beträgt die gemessene Geschwindigkeit um von einem Ort an den nächsten zu kommen mehr als 45 km, wird die Strecke zwischen diesen beiden Messpunkten ignoriert.

Was hat der Nutzer davon?

Nun, zum einen bekommt der Radbonus-Nutzer für 10 mit dem Rad zurückgelegte Kilometer zwischen 0,5 und 1% Rabatt auf ausgewählte E-Commerce-Produkte gelisteter Radbonus-Partner. Darüberhinaus erhält er die Chance, im Rahmen sogenannter Challenges attraktive Preise zu gewinnen. Man wird also tatsächlich fürs Radfahren belohnt.

Meine persönliche Motivation die Radbonus-App zu nutzen war aber weniger die Aussicht auf Rabatte, sondern mein Gefallen an der Idee, durch Belohnungen einfach mehr Menschen dazu zu bewegen ihr Rad statt das Auto zu benutzen. Grund genug also, das junge StartUp-Unternehmen aus Köln zu unterstützen. Tatsächlich zeichne ich nur ca. 1/5 aller Radfahrten auf, nämlich Kurzstrecken, die ich sonst zu Fuß zurücklegen würde. Dank Radbonus schone ich also meine Gelenke und mein Schuhwerk. Was die Rabattierung betrifft, ist das Ende der Fahnenstange ohnehin schnell erreicht. 20% (= 200 km) bei einen Bekleidungshersteller sind das zur Zeit verfügbare Maximum. Die Rabatte sind dabei, verständlicherweise, auch nicht kombinierbar. Allerdings habe ich bereits bei der ersten Challenge einen Abus ACA2 Urban-I den ich nicht mehr missen möchte.

Die App hatte ganz zu Beginn mit ein paar Kinderkrankheiten zu kämpfen, z.B. endete die Aufzeichnung des öfteren ohne erkennbaren Grund während einer Radfahrt, bzw. während sehr kurzer Stopps. Das Team von Radbonus ist aber dankbar für jeden Hinweis und arbeitet daran, die Anwendung permanent zu optimieren.

Wem also noch das ein oder andere Argument fehlt, Menschen in seinem Umfeld zum Radfahren zu bewegen, kann es in Zukunft ja mal mit Radbonus probieren.