Nicht nur die Autobild schießt scharf gegen Radler, das können Provinzblätter wie die Taunus Zeitung, die Wetterauer Zeitung oder das Darmstädter Echo auch. Allerdings gegen Mountainbiker, nein…. gegen Downhiller. Das sind die Bösen. Adrenalinjunkies allesamt. Helm auf, Hirn aus. Und fahren dabei alles platt, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist. Drecksägg… und jetzt auch noch die E-Bikes.

Auffällig dabei ist, das sich die Artikel wie aus ein und derselben Feder stammend lesen. Da wird aus Förster X, Förster Y und aus dem Feldberg wird die Rinne, ansonsten ist das Süppchen aber zu oft aufgekocht, schmeckt schal und wird nicht besser. Nur das man Schreiben kann heißt ja nicht zwangsläufig, das man es muss. Vor allem, wenn man ausser Stoffwechselendprodukten nichts zu zeigen hat. Der Mountainbiker (alles Downhiller, jetzt neu: auch mit Federung) ist gefährlich für die Gesundheit und das Leben der anderen Waldnutzer und -bewohner. Wieviele Rehe wurden schon voll Heimtücke vom Hochstand aus mit Rädern erschlagen?

Warum aber wird das Thema in regelmäßigen Abständen wie die arme Wildsau durchs Gestrüpp getrieben? Ich weiß es nicht, habe aber eine vage Ahnung. Vermutlich ging man davon aus, die Biker würden wieder verschwinden wie ein pubertärer Pickel. Wenn dieser Hype sich Fahrräder mit Stollenreifen zu kaufen wieder nachgelassen hat. Aber jetzt hängen diese Ritzelhippies immer noch in Horden im Wald herum und amüsieren sich. Man kann kaum noch ungestört mit dem Harvester Bäume zerhäckseln oder Tiere tot schießen. Die sind überall.

So auch ich. Heute. In Begleitung des Hessischen Rundfunks. Dummerweise wollte man nicht, dass ich viel fahre, sondern viel rede. Kamera läuft, Ton läuft, Kopf leer. Sofern sich also aus meinem Gestammel sendefähiges Material extrahieren lässt, kann man sich dieses am kommenden Montag um 20.15 Uhr in der Sendung defacto des HR-Fernsehens anschauen.