Das Mountainbiken habe ich relativ spät für mich entdeckt und eigentlich auch nur, weil ich stets zu pleite war, um mir ein Auto zu kaufen. Als ich 1995 einen Job als Lagerist bekam, stand ich vor der Herausforderung, wie die ca. 11 km lange Strecke zurückzulegen sei. Eher widerwillig stieg ich also am 1. Arbeitstag auf ein geliehenes, zum Offroad-Gefährt umgebautes Trekkingrad in den damaligen Trendfarben rosa und lila. Es war schweinkalt und nass, ausserdem kannte ich den Weg nicht. Mit 1,5 Stunden Verspätung erreichte ich schliesslich die Arbeitsstelle, was vom Lagerchef nicht honoriert wurde. Schweigend, aber mit strengem Blick drückte er mir einen Besen in die Hand. Mir graute den ganzen Tag vor dem Rückweg. Als ich aber um 17.30 Uhr den Besen weglegen durfte, schien die Sonne. Eine unglaubliche Wandlung vollzog sich, denn just in dem Moment, als ich die ersten Meter auf dem Rad zurückgelegt hatte, mutierte ich vom Bewegungsmuffel zum Bikejunkie. Wenige Monate später sattelte ich auf ein echtes Mountainbike um, für die ersparten 1.600,00 DM bekam ich ein rotes Schwinn s[9 five] mit einem LX/XT Komponentenmix, sowie Mavic 237-S Felgen auf Shimano LX Naben, dafür aber ohne Federgabel. Dieses Bike begleitete mich tausende Kilometer, u.a. auch auf einer Tour von Freiburg an die Cote Azur. Das einzige, was ich in 9 Jahren tauschte, war das Hinterrad gegen einen Aufbau mit Mavic Keramik Felge, sowie die Bremsen von Cantilever zu V-Brakes. Ansonsten wurden nur Verschleissteile erneuert. 2004 wurde ich schwach und wechselte zu einem Trek Fuel 80. DSC00798

…to be continued