Autor: bernd

Mückenland – Von zweien die auszogen, das Umziehen zu lernen

Teil 1: Es geht los Es gibt ihn wirklich. Und jeder hat ihn. Meiner stand jetzt fünf Jahre unterm Dach. Davor 15 Jahre im Keller. Unbeachtet. Ignoriert. Vergessen. Der Karton. Dinge, die man auf gar keinen Fall wegschmeissen darf. Zeugnisse der Vergangenheit. Und in meinem Fall auch ein Reisetagebuch aus dem Jahr 1996. Nichts als die Wahrheit. 31.8.1996, Friedberg (Hessen) Wir. Sind. Müde. Vor knapp einer Stunde haben wir die letzte Kiste in unsere kleine Dachwohnung geschleppt. Nun sitzen wir hier, 30 qm studentisches Glück. Und ab morgen heißt es: 6 Wochen Croissants, Gauloises, Eclairs und Verständigungsschwierigkeiten. 6 Wochen mit dem Rad durch Frankreich. Adieu Allemagne. Bonjour France. Sonntag,...

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Unterwegs mit meiner Schwester

Es ist zu lesen, dass etwa jedes 10. Kind ohne Vater aufwächst. Und man fragt sich, was die Abwesenheit des Vaters mit dem Kind macht? Männer die ohne Vaterfigur aufwachsen, erkranken z.B. häufiger an einer Depression. Das zumindest kann ich bestätigen. Jetzt fehlte mir nicht nur der Vater, sondern auch irgendwie die Mutter, die zwar physisch anwesend, aber zeitweise mit der Erziehung ihrer beiden Kinder völlig überfordert war. Dafür hatte und habe ich eine große Schwester. Eine große Schwester mit noch größerem Herzen. An Vieles aus meiner Kindheit kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich weiss aber noch, dass...

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Back to life…

…back to reality. Wobei der Blick aus dem Fenster und über den Tellerrand weder prickelnd noch beruhigend ist. Aber was hilft das Lamentieren. Wir leben im jetzt und hier. Make the most of now und so. Unfassbar, dass ich mich dieser billigen Werbe-Platitüde bediene. Auf der anderen Seite – ja, holt aus jedem Moment das letzte raus. Denn jeder Moment könnte euer letzter sein. Auch ganz schön platt. Aber auch ganz schön wahr. Ganz schön schön war es heute, wieder bei Fridays for future mitzulaufen. Auch wenn mir immer wieder auffällt, dass viele der üblichen Verdächtigen fehlen. Allen voran...

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Auf der Suche nach Worten, gegen den Wind.

So würde ich mein derzeitiges Befindlichkeitsprotkoll überschreiben. Der tragische Tod eines geliebten Familienmitglieds im Juni diesen Jahres, hat uns betäubt und mit mehr Fragen als Antworten zurück gelassen. Und es fällt schwer, den Verlust zu akzeptieren. Es ist nicht unmöglich, Kraft aus der Trauer zu schöpfen. Die meiste Zeit befinde ich mich jedoch in einem Alarmzustand, der sich inzwischen auch physisch bemerkbar macht. Mit Yoga und Meditation gelingt es mir teilweise, ein bisschen Ruhe in meinen aufgewühlten Geist zu bringen. An Fahrrad fahren ist aber nicht zu denken. Die Angst, das während meiner Abwesenheit etwas Einschneidendes geschehen könnte, ist zu groß. Demzufolge gibt es in meinem Blog auch nichts zu berichten. Das alles hier ist ohnehin nicht mehr als eine dem Ego schmeichelnde Selbstbeweihräucherung – schaut mal, was ich kann. So sinnfrei wie nutzlos. Als ich diesen Blog startete, tat ich das, weil ich meine Familie unterhalten wollte. Nicht mehr und nicht weniger. Das Erzählen und das Spiel mit den Worten machte mir Spaß. Mit der Zeit wurde der Zweck zum Selbstzweck und führte in die entgegengesetzte, als die von mir zunächst eingeschlagene Richtung. Ich schrieb nur noch, um positives Feedback zu erhalten. Blieb dieses aus, war ich tagelang schlecht gelaunt. Neidisch und missgünstig schaute ich mir Beiträge anderer Blogger an, zählte oberlehrerhaft Rechtschreibfehler und gesammelte Likes. Was machen die besser? Und mit jedem missgünstig gemurmelten Kommentar, entfernte ich...

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A million dreams

23. Juni 2019Ein sonniger Sonntag vormittag. Noch keiner von den ganz heißen. Das Telefon klingelt. Was ich höre, soll nicht in mein Bewußtsein dringen. Stattdessen konzentriere ich mich auf das Zwitschern der Vögel und das Summen der Bienen. In einem Film würde nun die Zeit einfach still stehen. Die Kamera von einer Totale in eine Großaufnahme wechseln. Aber das hier ist kein Film. Man kann kein Kapitel überspringen. Keine Stimme aus dem Off die sagt: Ok, Leute. Das war nix. Wir machens nochmal. Alles auf Anfang. Und kein alles verschlingender Abgrund öffnet sich. Die Erde dreht sich weiter, alles...

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