Autor: bernd

Auf der Suche nach Worten, gegen den Wind.

So würde ich mein derzeitiges Befindlichkeitsprotkoll überschreiben. Der tragische Tod eines geliebten Familienmitglieds im Juni diesen Jahres, hat uns betäubt und mit mehr Fragen als Antworten zurück gelassen. Und es fällt schwer, den Verlust zu akzeptieren. Es ist nicht unmöglich, Kraft aus der Trauer zu schöpfen. Die meiste Zeit befinde ich mich jedoch in einem Alarmzustand, der sich inzwischen auch physisch bemerkbar macht. Mit Yoga und Meditation gelingt es mir teilweise, ein bisschen Ruhe in meinen aufgewühlten Geist zu bringen. An Fahrrad fahren ist aber nicht zu denken. Die Angst, das während meiner Abwesenheit etwas Einschneidendes geschehen könnte, ist zu groß. Demzufolge gibt es in meinem Blog auch nichts zu berichten. Das alles hier ist ohnehin nicht mehr als eine dem Ego schmeichelnde Selbstbeweihräucherung – schaut mal, was ich kann. So sinnfrei wie nutzlos. Als ich diesen Blog startete, tat ich das, weil ich meine Familie unterhalten wollte. Nicht mehr und nicht weniger. Das Erzählen und das Spiel mit den Worten machte mir Spaß. Mit der Zeit wurde der Zweck zum Selbstzweck und führte in die entgegengesetzte, als die von mir zunächst eingeschlagene Richtung. Ich schrieb nur noch, um positives Feedback zu erhalten. Blieb dieses aus, war ich tagelang schlecht gelaunt. Neidisch und missgünstig schaute ich mir Beiträge anderer Blogger an, zählte oberlehrerhaft Rechtschreibfehler und gesammelte Likes. Was machen die besser? Und mit jedem missgünstig gemurmelten Kommentar, entfernte ich...

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A million dreams

23. Juni 2019Ein sonniger Sonntag vormittag. Noch keiner von den ganz heißen. Das Telefon klingelt. Was ich höre, soll nicht in mein Bewußtsein dringen. Stattdessen konzentriere ich mich auf das Zwitschern der Vögel und das Summen der Bienen. In einem Film würde nun die Zeit einfach still stehen. Die Kamera von einer Totale in eine Großaufnahme wechseln. Aber das hier ist kein Film. Man kann kein Kapitel überspringen. Keine Stimme aus dem Off die sagt: Ok, Leute. Das war nix. Wir machens nochmal. Alles auf Anfang. Und kein alles verschlingender Abgrund öffnet sich. Die Erde dreht sich weiter, alles...

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Holidays in (Sw)Eden

Varmland, Schweden. Eine Geschichte in Bildern. Hinweis: Erstellt mit Adobe Spark*, nach dem Anklicken der Story öffnet sich ein neues Fenster. *Werbung weil Produkt- und...

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Quo vadis Bikepacking?

Diese Frage spukt scheinbar nicht nur in meinem Kopf herum. Kein Mittelgebirge mehr ohne mehr oder weniger organisierte Bikepacking-Gravel-Ausfahrt mit teilweise mehr als 100 Teilnehmern. Wo fängt die Verantwortung der Initiatoren an, wo hört sie auf? Ist es vernünftig rechtliche Grauzonen im Akkord zu überstrapazieren? Was bleibt vom „Erlebnis vor Ergebnis“ im Rahmen eines Massenstarts? Diesen und anderen Fragen können wir gemeinsam vom 20. bis 22. September in Glashütte an der Weser beim Bikepacking Barcamp auf den Grund gehen. Wenn Du Lust hast, ich bin da. Hier der Link mit allen Infos zur Veranstaltung:Bikepacking Barcamp...

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Die Eroberung des Nutzlosen

Oder: Einfach mal im Kreis fahren. Brevet mon amour. Um vier Uhr morgens steht bereits fest: ich bin ein Sieger, denn eine halbe Stunde vor der eingestellten Weckzeit bin ich bereits wach. „Erster!“, denke ich. Und mache die Augen nochmal zu. Aber mein rechtes Bein schiebt sich aus dem Bett, gefolgt vom Linken. „Muss wohl…“, murmle ich und stehe auf. Kaffee und Müsli gibt es im Stehen, danach stolpere ich in meine Radklamotten und zerre mich und mein Rad hinaus in die Dämmerung. Die morgenfeuchte Stadt ist noch unbelebt, ausser mir nur ein Bäcker, der vor seinem Laden steht...

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